Kultur + Umwelt

Meinungsfreiheit und Programmvielfalt waren in der deutschen Geschichte nicht immer selbstverständlich. Doch seit Ende des Zweiten Weltkriegs und – was die ehemalige DDR angeht – der Deutschen Einheit ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk konstanter Garant für freie, unabhängige Programme im deutschen Radio und Fernsehen.
 
Nicht der Staat, sondern dessen gesellschaftliche und politische Gruppen nehmen die Aufsichtsfunktion in den Leitungsgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wahr. Nicht der Staat finanziert die Programme, sondern die Hörer und Zuschauer, die dadurch Hörfunk- und Fernsehprogramme ohne Einfluss von Politik und Wirtschaft sicherstellen.
 
Zu den bundesweiten öffentlich-rechtlichen Programmen gehören Das Erste als Gemeinschaftsprogramm der neun Landesrundfunkanstalten, die sich in der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (ARD) zusammengeschlossen haben, das ZDF sowie das Deutschlandradio mit seinen Hörfunkprogrammen Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Außerdem bieten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Gemeinschaftsprogramme und Spartenkanäle, u. a. ARTE, Phoenix, 3sat und Ki.KA, an.
 
Die Deutsche Welle mit Hörfunk und Fernsehprogramm nimmt als Auslandssender eine Sonderrolle ein, sie wird von der Bundesregierung mit beaufsichtigt und finanziert. Gesetzlicher Auftrag des Auslandsrundfunks ist es, Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation verständlich zu machen und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern.

 
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