Gesundheit + Soziales

Die Amtstierärzte in den Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämtern der Städte und Landkreise sowie in den Landesuntersuchungsämterstellen stellen, unterstützt von Lebensmittelkontrolleuren, -chemikern und Laboranten, mit ihrer Kontroll- und Aufklärungsarbeit tagtäglich das Wohl von Mensch und Tier sicher.
 
Gammelfleisch, Schweinepest, Vogelgrippe oder Tollwut, Kampfhunde, illegale Massentierhaltung oder Verstöße gegen den Artenschutz – nicht selten ist die Arbeit der Amtstierärzte und Lebensmittelkontrolleure unappetitlich und gefährlich. Doch um Verbraucher und Tiere vor gesundheitlichen Gefahren und das Land insgesamt vor wirtschaftlichen Folgeschäden zu bewahren, treten sie immer wieder in Aktion. Gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel können nur von gesunden Tieren kommen. Deswegen beginnt die Lebensmittelüberwachung im Stall: Haltungs- und Fütterungsbedingungen stehen ebenso auf dem Prüfstand wie die anschließenden Schlacht-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstufen bis zur Verkaufstheke.
 
Welche ökonomischen Schäden hochinfektiöse Tierseuchen verursachen können, belegte das jüngste Maul- und Klauenseuche-Geschehen in Großbritannien mit Gesamtkosten von über 10 Milliarden Euro. Insofern ist die schlagkräftige Tierseuchenbekämpfung, für die die Beschäftigten der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter verantwortlich zeichnen, von nachhaltiger Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft – von der schnellen und exakten Diagnostik über die lückenlose Kennzeichnung der Nutztiere und ein einheitliches Melde- und Berichtswesen bis hin zu modernen Tierkörperbeseitigungsanlagen, die der amtstierärztlichen Überwachung unterliegen.
 
Der Tierschutz hat ebenso wie die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger einen hohen verfassungsmäßig verbrieften Stellenwert. Die daraus resultierenden Aufgaben des amtstierärztlichen Dienstes sind anspruchsvoll, zeitaufwändig und erfordern neben einem breit gefächerten Fachwissen besonderes Geschick im Umgang mit den verschiedenen Tierarten und den oftmals wenig einsichtigen, teils höchst aggressiven Tierhaltern.

 
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