Verkehr + Infrastruktur

Das Netz der Bundeswasserstraßen in Deutschland umfasst rund 7.350 Kilometer Binnenwasserstraßen. Als wesentlicher Bestandteil des „nassen“ Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN) sind sie ebenso wie die etwa 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen und die Anlagen – unter anderem 450 Schleusenkammern, 290 Wehre, vier Schiffshebewerke, 15 Kanalbrücken, zwei Talsperren und über 15.000 Schifffahrtszeichen – entsprechend zu erhalten und zu gestalten. Diesen Job übernimmt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).
 
Die 13.000 Beschäftigten der WSV, die zugleich Strompolizei- und Bauaufsichtsbehörde ist, sorgen neben der Unterhaltung und dem Aus- und Neubau von Bundeswasserstraßen dafür, dass durch den Verkehr und sonstige Nutzungen keine Gefahren für Mensch und Umwelt entstehen. In den Verkehrs- und Revierzentralen überwachen die Profis den Wasserverkehr rund um die Uhr, bei Havarien oder Umweltverschmutzungen sind sie schnell zur Stelle. Die WSV hat die weltweit modernste und leistungsfähigste Flotte an Schadstoffunfallbekämpfungsschiffen, die bei größeren Unglücken nicht nur in Deutschland, sondern auch international zum Einsatz kommen.
 
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung der Wasserstraßen – jährlich werden hier Gütermengen von bis zu 240 Millionen Tonnen und etwa 1,5 Millionen Container transportiert, Millionen Touristen genießen auf den „Weißen Flotten“ Deutschlands reizvolle Wasserlandschaften – haben diese Verkehrswege noch eine weitere Funktion: Sie dienen der Trink- und Brauchwasserversorgung, Bewässerung, Kraftwerksnutzung, Abwasserentsorgung, Hochwasserabfuhr und natürlich auch der Fischerei. Damit ist ihre nachhaltige Bewirtschaftung wesentlicher Teil der staatlichen Daseinsvorsorge.

 
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